Freie Pädagogische Initiative für eine Neue Lernkultur

Geschichte der Freien Pädagogischen Initiative (FPI) für eine neue Lernkultur)

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Bitte um Beachtung! Alle von hier aus erreichbaren Seiten sind historisch zu sehen. Sie wurden in den Jahren 1996 bis ca. 1998 erstellt und stellen somit meine ersten Schritte ins WorldWideWeb dar. Im Grunde sind alle hier angeführten Angebote spätestens seit der Währungsumstellung Österreichs auf den Euro ungültig geworden.


0) Ausgangslage: Weshalb wurde "Neue Lernkultur" konzipiert?

Die täglichen Erfahrungen im privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Leben offenbaren viele Mängel, die in der einen oder anderen Weise Leiden für Menschen verursachen und auf Bildungsmängel zurückgeführt werden können.

Die Beobachtung der allgemeinen öffentlichen Bildung zeigt eine ähnliche Tendenz, die an der Entwicklung von Aufwendungen für Nachhilfe abgelesen werden kann: Wurden 1978 etwa 200 Mio S von Eltern aufgewendet, so wuchs das Volumen dieses Marktes auf 1,2 Mrd im Jahr 1994.

Religiöse, ideologische und politische Systeme haben zwar ihre Berechtigung, stoßen aber deutlich an ihre Grenzen. Sie und das herkömmliche (überlieferte) Bildungssystem können diese Risse nicht überwinden.

These: Der oft beklagte kulturelle Niedergang kann mit technologischen (d.h. "Verfahren betreffende") Methoden aufgehalten und sogar umgekehrt werden durch ...

  • "Lernen" als Bereicherung: Allgemeinbildung soll als Gewinn und Bereicherung erfahren werden, und die Lebensqualität spürbar verbessern. In der Zeit der "verodneten Bildung" (also im Entwicklungsalter zwischen 6. und 15. Lebensjahr) wird sie hingegen allzu häufig als Belastung erlebt, wodurch die Menschen in der Entfaltung ihrer Begabungen, Anlagen und Fähigkeiten gehindert werden.
  • "Lernen" als Prinzip der Lebensführung: Aus Erfahrungen systematisch lernen (d.h. im Sinne der Lernkultur "gescheiter werden"), um die individuellen Bedingungen des Lebens und der Arbeit zu verbessern. Dies bedeutet ...
  • systematisches Verbessern des zwischenmenschlichen ("sozialen") Klimas (auch "Arbeitsklima") durch Anwendung der lernkundlichen und pädagogischen Erkenntnisse und Gesetze;
  • Steigerung der Effizienz des Einzelnen im Berufsleben, im Privatleben und im Gesellschaftsleben durch praktische Anwendung der erfolgskundlichen Erkenntnisse und Gesetze.

1) Was soll "Lernkultur" leisten?

Jede Kultur schafft ihr eigenes Vermögen an Wissen im Sinne von technologischen, wirtschaftlichen, methodischen, künstlerischen, gesellschaftlichen und religiösen Erfahrungen, Erkenntnissen und Entwicklungen.

Mit "Kultur" und "Kulturkreis" ist im folgenden auch jeder Zweig einer Kultur, wie z.B. das Bildungssystem, das Handwerk, der Handel, die Industrie, das Dienstleistungsgewerbe usw., der eigene, spezifische Verfahren, Methoden und Ethos entwickelt, gemeint.

These: Dem Niedergang einer jeden Kultur geht ein Verlust, ein Mißbrauch oder unsachgemäße Anwendung ihres Wissens voraus. Die Entwicklung von Kultur muß durch die Entwicklung von Lernkultur ergänzt werden, welche dem Zweck dient, ...

  • Das von der Gemeinschaft (vom "Kulturkreis") erworbene Wissen (jeder Art) möglichst vollständig und unverfälscht zu erhalten und so weiterzugeben;
  • Das vom Individuum erworbene Wissen möglichst wirksam und vorteilhaft anzuwenden;
  • Das Wissen eines Kulturkreises wirksam weiterzuentwickeln, zu verbessern und zu vertiefen;
  • Die in jedem Menschen "ruhenden" Potentiale an Fähigkeiten zu aktivieren und, soweit möglich, zur Blüte zu bringen.

Zusammengefaßt hat Lernkultur für den einzelnen und für die Gemeinschaft(en) höchtsmögliche Lebensqualität in Harmonie von Vernunft und Gemüt zum Ziel.

2) Was heißt "Lernkultur"?

"Erfolgreiche" Lebensführung hoher Qualität resultiert aus dem Zusammenspiel von drei Faktoren:

  • Kenntnisse (im Bereich der Tätigkeit),
  • Fertigkeiten in der Anwendung dieses Wissens, und
  • Verantwortlichkeit des Tätigen.

These: Die Fähigkeit zur Lebensführung in hoher Qualität wird entwickelt durch Anwendung von Technologien, d. h. "Verfahrenskunde" ...

  • zum Aufbau und Erhalt von Lebensqualität,
  • zum Entwickeln und Erhalten von Verantwortlichkeit, und
  • zum Entwickeln von Kenntnis und Fertigkeit.

Fast alle heute vielfach beklagten Mißstände an den Schulen, wie z.B. das Schwinden von Qualität und Bildungsniveau, der "funktionale Analphabetismus" und die Legasthenie, "Verhaltensauffälligkeiten" aller Spielarten bis hin zu Vandalismus und Drogenmißbrauch finden in diesen Mängeln eine Erklärung und Begründung.

Praktizierte Lernkultur braucht also den Aufbau von drei tragenden technologischen Säulen in Unterricht und Ausbildung, vor allem von Pädagogen:

  1. Ethik für Lebensqualität,
  2. Pädagogik für Verantwortlichkeit,
  3. Lernkunde für Kenntnisse und Fertigkeiten.

Schule" ohne diese drei tragenden Säulen kann dem Volk nicht dienen und ist zum Scheitern bestimmt. Die Präsenz und Stärke dieser Säulen repräsentiert Lernkultur an den Schulen unseres Landes und hat zur Folge ...

  • Lernen für bessere Lebensqualität und lebenslanges Vergnügen am Lernen;
  • Grundsätzlich positive Einstellung zum "Wissen": Etwas "nicht zu wissen" ist Ansporn es zu lernen (und keine Schande), denn der Wert von Wissen liegt in seinem Nutzen für das Leben;
  • Schulen bilden die Fertigkeit, rasch "aus zweiter Hand" (aus Büchern, aus Erfahrung und Wissen anderer ...) zu lernen, um auf das Beste zu bauen;
  • Schulen bilden die Fertigkeit, (Lern-) Probleme rasch und endgültig zu lösen;
  • Schulen sind ein geliebter und geachteter Ort der Kultur, der (geistigen) Bereicherung und höchster Leebnsqualität (Freude und Harmonie).

3) Was ist an "Lernkultur" neu?

Die heute angewandten Lehr- und Lernmethoden stammen mit Ausnahme des "Lehrlingssystems", das an sich viel weiter in die Vergangenheit zurück reicht, im wesentlichen aus der Geschichte der "Schule".

"Schule" im Sinne allgemein bildender Institutionen hatte immer den Zweck, den Menschen in gewisser Hinsicht ideologisch zu bilden: Sei es im kirchlich-religiösen oder im weltlich-politischen Sinn. (Unsere heutige Schule stammt aus den Bildungsstätten für kirchlichen Nachwuchs; die allgemeine und öffentliche Schule hatte von Anbeginn die Aufgabe, "ordentliche Untertanen" heranzubilden - durch einschlägige Gesetzestexte belegt.)

Beide "Bildungsmächte" (Kirche, Herrscher) erkannten zwar den Menschen als bildungsfähiges Individuum an, sahen aber gleichzeitig den eigentlichen Wert in ihrer Ideologie (Religion, Kirche, Staat) - die Qualitäten des Menschen waren untergeordnet (weil unbekannt?) Die Entwicklung individueller Anlagen war nie ein Anliegen der Bildungsmächte.

These: Die in den Menschen ungenützt und unerkannt ruhenden Potentiale sind der eigentliche Wert des Menschen für die Menschheit und ihr Wohlergehen.

These: Probleme des Lernens ("aus dritter Hand") wurzeln weder im Lehrstoff an sich noch im Lernenden, sondern in der Art des Zusammentreffens von Lernendem und Lehrstoff.

Lernkultur stellt Erkenntnisse und Verfahren bereit, ruhende Potentiale zu entfalten und weist dem Lernenden unterschiedliche und erfolgreiche Ansätze zum Lehrstoff.

Neue Betrachtung von an sich vertrauten Tatsachen eröffnet neue Möglichkeiten:

  • Energie ist für den Menschen die Fähigkeit, etwas Erwünschtes zu bewirken. Aus dieser Fähigkeit resultiert die Fähigkeit Ziele zu setzen, Pläne zu schmieden, Ziele anzustreben und Pläne zu verwirklichen (und damit Freude zu schaffen).
  • Verständnis ist als Produkt aus Wissen und Erfahrung eine Form von Energie, weil es den Menschen befähigt, Erwünschtes zu bewirken. Verständnis läßt sich systematisch und graduell aufbauen.
  • Stimmung ist als Produkt aus Wirken und Verstänsnis ein Indikator für die Energie-Ökonomie des Menschen: Gewinn bringender Einsatz von Energie führt zu höherer Stimmung, Verlust bringender Einsatz von Energie führt zu Stimmungsabfall.

Die Entwicklung von Methoden effizienteren Energie-Einsatzes und deren Anwendung führt zu höherer Stimmung, also zu besserem Klima. Lernkultur bietet darüber hinaus einen Schlüssel zu Energie-Erzeugung (für den Menschen) durch Verfahren, Verständnis über jedes beliebige Wissen aufzubauen.

4) Der praktischer Nutzen von Lernkultur

Herkömmlicher Unterricht "leidet" an relativer In-Effizienz: Es kommt niemals das vom Lehrer "vermittelte Wissen" vollständig an, es wird häufig mißverstanden, oft ungewollt und wegen "Fehl-Duplikation" falsch, fehlerhaft oder schädlich angewandt. Der Schüler braucht oft genau so lange wie der Lehrer, um dessen Wissensstand zu erreichen - die Weiterentwicklung geht oft zu langsam vor sich.

These: Probleme des Lehrens und der Arbeit wurzeln meist in dem, was wir (zu) wissen (glauben), was sich aber in der Realität als anders erweist.

Praktizierte Lernkultur steigert die Effizienz des Unterrichtens und des Studierens (als systematische Aktivität mit dem Ziel des Lernens). Daraus ergeben sich ...

Praktische und technologische Aspekte:

  • Vom Lehrstoff "kommt" mehr an: Ein größerer Teil (bis zu 100%) des Lehrstoffes wird vom Studenten dupliziert und verstanden;
  • Studenten wenden vom Lehrstoff mehr an und wenden ihn besser an; sie haben eigene Werkzeuge und Maßstäbe, ihre korrekte Anwendung zu perfektionieren;
  • Studenten erwerben tieferes Verständnis des Lehrstoffes; das resultiert in mehr, besseren und wirksameren Fähigkeiten, sachgemäß zu handeln, Probleme zu erkennen, zu analysieren und zu beheben;
  • Größeres Problemlösungs-Vermögen der Menschen führt zu mehr konstruktivem und kooperativem Verhalten, damit zu besserem Betriebs- und Arbeitsklima. (Erfahrungsgemäß versiegt das oft als unangenehm und störend empfundene Beharren auf Rechthaben.)

Sowie ökonomische Aspekte:

  • Der zeitliche Aufwand seitens des Lehrenden wie seitens des Lernenden wird beträchtlich in dem Maß verringert, wie Lernkultur praktiziert wird.
  • Durch die Entwicklung der Haltung "Lernen als Lebensprinzip" wird der Bedarf des zentralen Unterrichts verringert; die Einrichtung dezentraler "Studios" in Betrieben u.ä. ohne hochqualifizierte Fachkräfte wird möglich; der Ausfall von Arbeitszeit zu Schulungszwecken wird verringert ("Fortbildung" kann zur täglichen Routine werden.)
  • Realisierung der Prinzipien von Lernkultur macht Daten, Regeln, Gesetze, Erlässe usw. für die Betroffenen leichter zugänglich, was Erleichterungen in der Qualitätskontrolle und Korrektur nach sich zieht: Bessere Qualität der Arbeit (Produktion wie Dienstleistung) mit weniger Aufwand.

Ausbildungsgänge lassen sich besser dokumentieren und auf Stand halten.

5) Realisierung von Lernkultur

Helmut W. Karl bietet einen vierstufigen Einstieg in die Lernkultur:

  • Vortrag an Interessenten
    Je nach Thema und Umfang 50 bis 90 Minuten mit anschließender Diskussion bzw. Behandlung von Zuhörer-Fragen. (Themen: Lernkultur, Lernkunde, Studierkunde, Erfolgskunde, Kommunikationskunde)
  • Seminare für Beauftragte für und mit Unterricht bzw. Ausbildung Befaßte
    6 Stunden (1 Tag, vormittags und nachmittags je 3 Stunden) mit Behandlung praktischer Aspekte des Themas; Themen:

    Grundlagen der Lernkultur, Elemente der Lernkunde, Elemente der Kommunikationskunde, Elemente der Studierkunde, Elemente der Erfolgskunde.

  • Lehrgänge für Beauftragte und mit Unterricht bzw. Ausbildung Befaßte, auch für in Ausbildung Befindliche, wie z. B. Lehrlinge, ...
    verschiedene Lehrgänge von 15 bis 30 Stunden Dauer in denselben Themen wie Seminare, jedoch mit Betonung auf fundiertem Verständnis und praktische Anwendungsfähigkeit. Auch Lehrgänge für Ausbilder und betriebsinterne "Beauftragte für Lernkultur", die unabhängig von Helmut W. Karl das interne Ausbildungswesen konvertieren können.

    Minimalvariante: "Grundlagen der Lernkultur", 30 Stunden (in 5 Tagen), befähigt zu effizienterem Studium und praktischer Umsetzung der wesentlichsten Erkenntnisse.

    Aufwand zur Ausbildung eines voll befähigten Beauftragten: ca 180 Stunden (in 6 Wochen).

  • Kosten:

    Pauschalhonorar für Vorträge S 1.000,00 (plus 20% MwSt) je Stunde plus übliche Spesen.

    Tageshonorar für den Referenten in Seminaren und Lehrgängen: S 6000,00 (plus 20% MwSt) plus übliche Spesen; bei Lehrgängen zusätzlich Materialpauschale von durchschnittlich S 600,00 (plus 10% MwSt) je Lehrgangsteilnehmer.

    Keine weiteren Kosten ("Lizenz") für die fortlaufende Anwendung, auch durch ausgebildete Beauftragte für Lernkultur.

    Auf Wunsch wird Qualitäsbürgschaft bzw. Erfolgsberatung mit eigenem Vertrag angeboten ("Servicevertrag").

6) Berufsprofil Helmut W. Karl

 

Viel Freude und wunderbare Erfolgen durch Lernen wünscht Ihnen Ihr Helmut W. Karl!

Copyright © Helmut W. Karl 1988, 1998, 2017 (Originaltext aus 1988 im erneuertem Seitenlayout.)


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